Mutter mit Baby

"Schön ist, dass der Patient hier einfach Mensch ist und nicht irgendeine Nummer."

Hebammenstudentinnen im Interview

In der Filderklinik bieten wir ein Duales Studium der Angewandten Hebammenwissenschaften in Kooperation mit den Dualen Hochschule Baden-​Württemberg (DHBW) in Heidenheim bzw. Karlsruhe an. Unsere Studierenden Bianca und Charlotta erzählen im Interview von ihren Erfahrungen.

In welchem Semester befindet ihr euch?

Charlotta: Ich bin im 2. Semester.

Bianca: Ich bin im 7., also im letzten Semester. In wenigen Wochen mache ich meine Abschlussprüfung.

Seit wann hattet ihr den Wunsch, Hebamme zu werden?

Charlotta: Schon ganz früh! Ich hatte das Glück, im familiären Umfeld viele Hebammen zu haben. Die Themen Familie und Geburt haben mich schon immer interessiert – vor allem, als dann mein kleiner Bruder auf die Welt kam, als ich im Teenager-Alter war. Ich habe sämtliche Praktika - von freiwilligen Praktikumsphasen über die verpflichtende Berufsorientierung in der Schule - bei Hebammen und auch hier im Filderklinik-Kreißsaal gemacht.

Bianca: Das war bei mir anders. Das Interesse für medizinische Themen kam bei mir eigentlich erst nach der Schulzeit auf. Für mich war es wichtig einen medizinischen Beruf zu finden, bei dem ich intensiven Kontakt zu Menschen habe – und das ist bei uns Hebammen in jedem Fall gegeben.

„Weil jede Geburt einzigartig ist": Entbinden an der Filderklinik

Etwa 2.500 Kinder werden jährlich in der Filderklinik geboren. Das Team der Geburtshilfe um den Leitenden Arzt, Dr. med. Hauke Schütt, fördert die natürliche und selbstbestimmte Geburt: Wir achten die Persönlichkeit von Mutter und Kind, unter Berücksichtigung des Notwendigen.

Was gefällt euch am besten am Hebammen-Beruf?

Bianca: Dass man über einen längeren Zeitraum mit den Frauen und Familien in Kontakt ist. Hebammenarbeit ist eine besondere Form der Gesundheitsversorgung. Wir betreuen die Familien in einer vulnerablen Lebensphase und können sie in einer Zeit unterstützen, in der sich so vieles für sie ändert. Eine gute Begleitung dabei ist wichtig, denn was Mutterschaft alles mit sich bringt, ist enorm und verdient echte Wertschätzung.

Charlotta: So ist es. Wir begleiten die Frauen ja schon vor und auch noch nach der Geburt. Es macht Freude, sein Wissen weiterzugeben und ihnen in diesen besonderen Momenten zur Seite zu stehen. Man erfährt viel Dankbarkeit von den Frauen und den Familien. Und außerdem sind Babys echt süß! (lacht).

Was gefällt euch beim dualen Studium besonders gut? Wovon profitiert ihr am meisten?

Charlotta: Von der Kombination zwischen unseren Phasen an der Hochschule der Praxis hier in der Klinik. Das Studium ist dadurch sehr abwechslungsreich. Was wir in der Theorie gelernt haben, können wir direkt im Anschluss praktisch anwenden.

Bianca: Das stimmt. Dadurch kann man von Semester zu Semester in den Beruf reinwachsen und stetig dazu lernen.

Warum habt ihr euch dafür entschieden, das duale Studium an der Filderklinik zu absolvieren?

Bianca: Die Geburtshilfe an der Filderklinik ist einfach herausragend. Diese große Expertise zur physiologischen Geburt auch bei Beckenendlage oder Mehrlingsgeburten findet man so an keiner anderen Klinik.

Charlotta: Schön ist, dass der Patient hier einfach Mensch ist und nicht irgendeine Nummer. Natürlich geht es bei uns im Kreißsaal auch manchmal stressig zu, aber in der Regel haben wir ausreichend Zeit für die Frauen, können auf ihre Bedürfnisse eingehen.

Fühlt ihr euch vom Team der Geburtshilfe gut unterstützt?

Charlotta: Ja, total. Wir Hebammen-Studentinnen haben mit Annika Müller, die selbst Hebamme im Kreißsaal ist, eine tolle Ansprechpartnerin. Mit ihr gelingt die Kommunikation zwischen Hochschule und der Klinik super. Neben dem Kreißsaal sind wir auch auf der Wochenstation oder in der Frauenheilkunde tätig. Wir dürfen mitarbeiten und werden nicht für Praktikanten-Tätigkeiten abgestellt.

Bianca: Wir werden gut an die Hand genommen, dürfen extrem viel lernen, sodass die Praxisphasen für mich immer eine bereichernde Erfahrung sind. Ich erlebe im Kreißsaal ein schönes und professionelles Miteinander und deshalb auch eine tolle Lernatmosphäre.